Home office zum Nachbau

„A room of One`s Own“
faltbares Homeoffice mit Anleitung zum Nachbau

Das Projekt wurde im Jahr 2020 im Rahmen von „Kunst kennt keinen Shutdown“ durch die Kulturstiftung Hamburg gefördert.

In der Pandemie sind Menschen gezwungen, die eigene Wohnung rund um die Uhr mit der ganzen Familie zu nutzen. Oft fehlt ein privater Ort der Ruhe und Konzentration, an dem gearbeitet werden kann. Das faltbare Homeoffice kann solch ein Rückzugsort vor dem Familientrubel sein.

Zusammengefaltet passt das faltbare Homeoffice unter jedes Bett.
Bei Bedarf ist es schnell aufgebaut.
Das Gewicht ist so gering, dass auch Kinder es handhaben können.

Hier kommt die Bauanleitung für den Nachbau:

Es werden eine Bohrmaschine, Bohrer und ein Schraubenzieher sowie die Materialien auf der nachfolgenden Liste benötigt.
Die Kosten für alle Materialien liegen zwischen 60 und 70 €.

Materialliste

  • Fichtenholzleisten mit einer Dicke von 20 mm und einer Breite von 40 mm (aus dem Baumarkt) Aus diesem Holz werden geschnitten:
    • 6 Stück mit 1200 mm Länge
    • 3 Stück mit 700 mm Länge
    • 6 Stück mit 300 mm Länge
  • 1 Platte aus Sperrholz oder ähnlichem für die Schreibplatte, Länge 610 mm und Breite 460 mm, die Dicke der Platte 18 mm, 17 oder 19 mm gehen auch (aus dem Baumarkt)
  • Schleifpapier
  • 36 Schrauben 4 x 35 mm (Dicke mal Länge)
  • 56 Schrauben 3 x 16 mm (Dicke mal Länge)
  • 9 Scharniere mit einer Länge von 60 mm und einer Breite von 34 mm siehe Zeichnung (Baumarkt oder Internet)

Das Gestell besteht aus zwei schmalen und einem breiten aufrecht stehenden Rahmen sowie einer Arbeitsplatte. Alle Teile sind so mit Scharnieren verbunden, dass das ganze Gestell flach zusammengeklappt werden kann.

Zuerst werden die zwei schmalen seitlichen Rahmen gebaut. Diese Rahmen bestehen aus zwei langen (1200 mm) und drei kurzen (300 mm) Holzleisten. Die kurzen Querleisten werden mit Schrauben an die langen Leisten geschraubt. Achtet bitte darauf, die obere Querleiste unter die langen Leisten zu schrauben (siehe Zeichnung) Die Oberkante der mittleren kurzen Leiste befindet sich 724 mm ab Unterkante des Rahmens.

Das Verschrauben der Rahmen geht so:

Die Hölzer in die Position wie auf der Zeichnung oben dargestellt legen. Mit einem 3 mm dicken Bohrer die Löcher für die Schrauben vorbohren.
Vorsicht: nicht ganz durch beide Holzleisten durchbohren.

Diese Löcher mit einem Aufreiber (das ist das Werkzeug mit dem roten Griff) oder auch mit einem dickeren Bohrer aufreiben, damit der Schraubenkopf später  bündig im Holz sitzt. Dann die Rahmen mit den Schrauben  4 x 35  mm möglichst genau rechtwinklig zusammenschrauben.

Wenn beide schmalen Rahmen fertig gebaut sind, kommt der grosse Rahmen dran. Beim grossen Rahmen befindet sich die Unterkante der mittleren Leiste 740 mm ab Unterkante des Rahmens.

Danach wird die Arbeitsplatte (auf der Zeichnung rot) in den grossen Rahmen gelegt und mit drei Scharnieren von unten an die mittlere Querleiste geschraubt. Dafür werden die Schrauben der Grösse 3 x 16 mm benutzt.Die Löcher für die Schrauben werden mit einem 2 mm dicken Bohrer vorgebohrt, um das Einschrauben zu erleichtern.

Zuletzt die beiden schmalen Rahmen (auf der Zeichnung blau) auflegen und mit je 3 Scharnieren links und rechts an den grossen Rahmen anschrauben. Mit Schleifpapier können alle Kanten gebrochen werden.

Und so sieht es dann aus:

Flach zusammengefaltet hat das Gestell die Maße:
120 cm Länge x 70 cm Breite x 6 cm Dicke

Die Rückwand oberhalb der Arbeitsplatte besteht beim Prototypen aus 5 mm dünnen Sperrholz, von hinten an den Rahmen geschraubt.
Ebenso denkbar ist eine Weichfaserplatte (wie sie zum Dämmen genutzt werden), ein mit Kork beschichtetes Sperrholz, oder auch ein Stoff.

Hier kommen Bilder einer Abwandlung des ursprünglichen Modells. Dieses Beispiel soll Mut zu eigenen Variationen machen, ganz dem persönlichen Bedarf entsprechend.

In diesem Fall ist das Material Birnbaumholz. Die seitlichen Rahmen sind  nur halbhoch konstruiert. Alle Eckpunkte der Rahmen wurden verleimt statt verschraubt. Ein Ablagebrett mit einer Hohlkehle für Stifte und einer Nut für Papiere ersetzt eine geschlossene Rückwand.

Weitere Projekte

JVA Workshop 2016, Herford „Gewalt“

JVA Workshop 2017, Herford „Holzgesellen“

JVA Workshop 2018, Herford „Torwände“

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